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Episode #1115. April 202459 Min.

#11 Meta Llama 3 Release & GPT-4o Gerüchte – Open Source holt auf

Meta veröffentlicht Llama 3 in zwei Größen und setzt neue Open-Source-Maßstäbe. Gleichzeitig kursieren Gerüchte über GPT-4o – ein multimodales Upgrade. Wir analysieren beide Entwicklungen und was sie für Entwickler bedeuten.

Zusammenfassung

Meta hat Llama 3 veröffentlicht – und die Open-Source-Community feiert. Mit 8B und 70B Parametern setzt Meta neue Benchmarks für frei verfügbare Modelle. Gleichzeitig brodelt die Gerüchteküche: OpenAI soll an GPT-4o arbeiten, einem nativen multimodalen Modell. In dieser Folge ordnen wir beide Entwicklungen ein.

Themen & Highlights

  • 00:00 Intro: Eine große Woche für Open Source
  • 06:00 Llama 3 Deep Dive: 8B vs 70B – welches Modell für welchen Einsatz?
  • 22:00 Benchmarks: Llama 3 70B vs Claude 3 Sonnet vs GPT-4 – der Vergleich.
  • 38:00 GPT-4o Gerüchte: Was wissen wir über OpenAIs nächsten Schritt?
  • 50:00 Praxis: Llama 3 lokal ausführen – Hardware-Anforderungen und Setup.

Deep Dive: Llama 3, GPT-4o & der Open-Source-Aufschwung

Die AI-Landschaft diversifiziert sich weiter. Mit Llama 3 zeigt Meta, dass Open Source nicht nur mithalten kann, sondern in manchen Bereichen führt. Und OpenAI? Die bereiten offenbar den nächsten großen Sprung vor.

Llama 3: Metas Open-Source-Offensive

Meta hat Llama 3 in zwei Varianten veröffentlicht:

  • Llama 3 8B: Kompakt, schnell, läuft auf Consumer-Hardware
  • Llama 3 70B: Leistungsstark, konkurriert mit GPT-3.5 Turbo

Das Besondere: Beide Modelle sind unter einer permissiven Lizenz verfügbar. Unternehmen können sie kommerziell nutzen, anpassen und deployen – ohne Lizenzgebühren an Meta.

Die Benchmarks sind beeindruckend: Llama 3 70B schlägt Claude 3 Sonnet in mehreren Tests und kommt GPT-4 erschreckend nahe. Für ein kostenloses, lokal lauffähiges Modell ist das bemerkenswert.

Warum Open Source wichtig ist

Llama 3 ist mehr als nur ein gutes Modell – es ist ein Statement:

  • Demokratisierung: Jeder kann State-of-the-Art AI nutzen
  • Privacy: Daten müssen nicht an Cloud-Dienste gesendet werden
  • Kosten: Keine API-Gebühren bei eigener Infrastruktur
  • Anpassung: Fine-Tuning für spezifische Use Cases möglich
  • Forschung: Wissenschaftler können Modelle untersuchen und verbessern

"Mit Llama 3 hat Meta bewiesen, dass Open Source AI nicht zweitklassig sein muss. Das verändert die Dynamik des gesamten Marktes – zum Vorteil aller Entwickler."

GPT-4o: Was wir über OpenAIs nächsten Schritt wissen

Die Gerüchteküche brodelt: OpenAI soll an GPT-4o arbeiten – dem "o" steht dabei für "omni" oder multimodal. Anders als GPT-4 Vision, das Bilder nachträglich verstehen lernte, soll GPT-4o von Grund auf multimodal sein:

  • • Native Verarbeitung von Text, Bild und Audio
  • • Deutlich schnellere Antwortzeiten
  • • Bessere Kohärenz zwischen Modalitäten
  • • Möglicherweise auch Video-Verständnis

Wenn die Gerüchte stimmen, könnte GPT-4o bereits im Mai/Juni angekündigt werden. Das würde den Druck auf Konkurrenten wie Anthropic und Google weiter erhöhen.

Llama 3 lokal ausführen: So geht's

Für Entwickler, die Llama 3 ausprobieren wollen:

Llama 3 8B (Minimum Hardware):

  • • 16 GB RAM
  • • GPU mit 8+ GB VRAM (oder Apple Silicon M1+)
  • • Tools: Ollama, llama.cpp, oder LM Studio

Llama 3 70B (Empfohlen):

  • • 64+ GB RAM
  • • GPU mit 48+ GB VRAM (oder mehrere GPUs)
  • • Alternativ: Quantisierte Versionen für weniger VRAM

Für die meisten Entwickler ist Llama 3 8B der Sweet Spot: Schnell genug für Entwicklung und Tests, klein genug für Laptop-GPUs.

Was bedeutet das für uns?

Bei Bananapie evaluieren wir Llama 3 für verschiedene Einsätze:

  • Interne Tools: Llama 3 8B für Code-Assistenz ohne Cloud
  • Kundenprojekte: Llama 3 70B für datensensible Anwendungen
  • Prototyping: Lokale Modelle für schnelle Experimente

Die Zukunft ist hybrid: Cloud-APIs für maximale Performance, lokale Modelle für Privacy und Kosteneffizienz. Llama 3 macht die zweite Option endlich praktikabel.

Fazit

Meta hat mit Llama 3 ein Zeichen gesetzt. Open Source AI ist nicht mehr nur für Hobbyisten – es ist eine ernstzunehmende Option für Unternehmen. Und mit GPT-4o am Horizont bleibt der Markt dynamisch. Für uns Entwickler bedeutet das: Mehr Optionen, mehr Flexibilität, mehr Möglichkeiten.

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